Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) – Warum eigentlich?

Sicher fragen sich viele, wozu es den Täter-Opfer-Ausgleich eigentlich gibt und was wir damit erreichen möchten. 

Der TOA soll in erster Linie eine Tataufarbeitung anstoßen. Doch warum ist das so wichtig?

Der/Die Geschädigte kann aktiv seine Wünsche und Bedürfnisse einbringen und somit die “Strafe” mitgestalten. Wir nennen das Wiedergutmachungsleistung einfordern. Die Lösung wird nicht von irgendjemandem bestimmt, der einen gar nicht kennt und nicht weiß was hilfreich ist. Sondern von den Beteiligten selbst. Im TOA werden Sie aktiv und können Ihre ganz persönliche Vorstellung von Wiedergutmachung einfordern.

Der/Die Beschuldigte hat die Möglichkeit die Verantwortung für die Tat zu übernehmen. Wie kann man sich solch eine Verantwortungsübernahme vorstellen? Wie das Sprichwort lehrt, kann Geschehens oder Gesagtes nicht rückgängig gemacht werden. Umso wichtiger ist es, sich sein Verhalten oder Handeln bewusst zu machen und zukünftig zu verändern. 

Ziel ist es, gemeinsam eine bestmögliche Lösung für die Wiederherstellung des sozialen und rechtlichen Friedens zu finden. Die Interessen der Konfliktbeteiligten werden in diesem Verfahren maximal einbezogen. Sie regulieren die Tatfolgen selbstbestimmt und eigenverantwortlich. 

Akzeptanz und Toleranz sind an dieser Stelle sehr wichtig. Es sollen weitere Konflikte, Straftaten und soziale Probleme vermieden werden. 

Der TOA ist eine ganzheitliche, kostenlose Möglichkeit aktiv seine Wünsche und Vorstellungen einzubringen.