Prävention sichtbar machen!

Im Februar 2021 hat der Landespräventionsrat im Rahmen seiner Präventionskampagne „KomPAKT“ einen digitalen Präventionsatlas auf seiner Homepage eingerichtet, um die vielfältige kriminalpräventive Arbeit in Sachsen-Anhalt sichtbar zu machen.
Inzwischen wurden bereits fast 70 Eintragungen in den Atlas vorgenommen. Mit den entsprechenden Suchfunktionen können die eingetragenen Präventionsangebote auch zielgruppen- und themenspezifisch recherchiert werden.
Den Präventionsatlas erreichen Sie über den folgenden Link:
https://lpr.sachsen-anhalt.de/kompakt/lpr-atlas/?no_cache=1


Tragen auch Sie sich mit Ihrer Institution und/oder ihren Projekten für mehr Sichtbarkeit und eine bessere Vernetzung in den Präventionsatlas ein.

Sommerzeit ist Urlaubszeit!

Da auch unsere MitarbeiterInnen in den Urlaub fahren und sich quasi die Klinke der Bürotür in die Hand geben, werden bis zum Herbst keine neuen Beiträge erscheinen.

Wir hoffen, dass Sie trotz der widrigen Umstände einen schönen Sommer haben und die ein oder andere freie Zeit genießen können.

Bis dahin, bleiben Sie Gesund!

Was ist Resozialisierung?!

Der Begriff stellt ein Ziel des Strafvollzugs dar und meint die Wiedereingliederung des Menschen in die Gesellschaft.

Wir in der Straffälligenhilfe gehen davon aus, dass jeder der eine Straftat begangen hat & dafür gerade stehen musste (sei es im Gefängnis oder über andere Sanktionen) seine “Strafe” verbüßt hat und neu anfängt.

Ziel der Resozialisierung ist ein selbstbestimmtes Leben im demokratischen und friedlichen Miteinander.

Für eine erfolgreiche Resozialisierung braucht es die Akzeptanz der Gesellschaft. Was bedeutet diese Akzeptanz?

Ehemals Straffälligen überhaupt eine Chance zu geben sich neu zu beweisen. Dazu wird der Zugang zu Wohnraum, Hilfestellungen & Arbeit benötigt, um wieder vollständiges Mitglied der Bevölkerung werden zu können. Leider stellt sich dies als oft schwierig dar, weil es viele Vorurteile und mangelnde Aufklärung hierzu gibt.

Wie soll Resozialisierung gelingen wenn der Zugang zu lebensnotwendigen Gütern wie Wohnraum fehlt?
Um dies zu erleichtern gibt es die Vereine der Freien Straffälligenhilfe mit dem Projekt ZEBRA. Eine genaue Darstellung wobei wir unterstützen finden Sie auf der Projektseite .

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren!

Informationsportal “Recht relaxed”

Ganz einfach. Recht Relaxed ist die junge Seite vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
Hier können Sie sich in leicht verständlicher und jugendgerechter Sprache über die eigenen Rechte informieren und Rat in schwierigen Situationen erhalten.

Und das ist viel spannender, als es vielleicht klingt. Denn hier geht es nicht um Paragrafen und trockene Gesetzestexte. Hier erfahren Sie wirklich, was Sie dürfen und was andere dürfen, wo Grenzen sind. Und vor allem was Sie tun können, um nicht nur Recht zu haben, sondern auch Recht zu bekommen.

Auch über den Strafprozess und über den Täter-Opfer-Ausgleich gibt es hier einige Informationen.

Endlich wieder Kochkurs!

Wir berichten hier nachträglich von unserem Grill-Kochkurs am 24.06.2020.

Aufgrund der aktuellen Lage und den einzuhaltenden Mindestabständen haben wir unseren Kochkurs nach draußen verlegt. 

Wir waren eine bunt gemischte Truppe von MitarbeiterInnen, , ehemalige PraktikantInnen, Ehrenamtlichen, Haftbedrohten, Haftentlassenen, Angehörigen und langjährigen KlientInnen.

Die Aufgabenverteilung verlief unkompliziert da jeder mit anpackte wo er/sie konnte.
Während zwei Mitarbeiterinnen einkaufen waren, bereiteten die anderen den Grillplatz vor, stellten Bierbänke und Tische auf und deckten die Tische.

Und dann ging es auch schon los. 

Unser Grillmeister sorgte für unser leibliches Wohl, während wir entspannt zusammen saßen und uns über alles mögliche austauschen konnten.
Da wir uns lange nicht gesehen hatten war dieses Zusammentreffen besonders wertvoll und wir hatten alle viel zu erzählen.

Am Ende des wirklich schönen Nachmittages räumten wir noch zusammen auf getreu dem Motto: “Viele Hände – schnelles Ende”.

Es war ein sehr gelungenes Wiederaufleben lassen des Kochkurses und hoffen dies bald wieder machen zu können.

Erfahrungsbericht einer Ehrenamtlichen

Mein Name ist Gabriele Möller und ich bin eine ehrenamtliche Mitarbeiterin im VSB Magdeburg.
Im Juni 2006 ging ich mit meinem Mann in der Leipziger Straße spazieren. Ich habe das Firmenschild vom VSB gelesen und konnte mir darunter nichts vorstellen. So habe ich geklingelt und habe mich erkundigt, was das für ein Büro ist. 

Ja und seitdem bin ich mit Unterbrechung von 2 Jahren im VSB tätig.

Meine Arbeit im VSB beinhaltet unter anderem Briefkontakte mit Inhaftierten und persönliche Besuche in der JVA Burg. Da dauerte die Begleitung eines Häftlings auch einmal 9 Jahre.  Durch meine Familie hatte ich natürlich eine große Unterstützung. Ohne diese hätte ich das alles nicht schaffen können. Ich helfe auch bei der Umsetzung des Kochkurses. Hier geht es um das Zusammensein. Die Planung, der Einkauf und das Kochen selbst wird hierbei begleitet und gemeinsam durchgeführt. So konnten die Haftentlassenen, Inhaftierten im offenen Vollzug und wir Ehrenamtlichen uns gut verknüpfen und Hilfsangebote schaffen. 

Die freie Straffälligenhilfe bietet Menschen, die strafrechtlichen Eingriffen und deren Folgen unterliegen, Unterstützung an. Es handelt sich hier um Menschen in besonderen Lebenslagen mit sozialen Schwierigkeiten, zu deren Überwindung sie aus eigener Kraft nicht fähig sind. Zudem gehören Angehörige der oben genannten Personenkreise ebenfalls zu dem Aufgaben- und Wirkungskreis.

Ziel ist es, das Selbsthilfepotential straffällig gewordener Menschen auf Dauer so zu stärken, sodass sich soziale und individuelle Faktoren verändern, die die Straffälligkeit begünstigen könnten. 
Außerdem ist der Aufbau individueller Hilfe- und Kooperationsnetzwerke ebenso in der Zielformulierung involviert. 

Ratgeber für Straffälligenhilfe

Mit einer Inhaftierung beginnt ein schwieriger Abschnitt für alle Betroffenen, die alle vor einer ungewohnten und neuartigen Situation stehen und sich zurecht finden müssen.
Vieles wirkt undurchschaubar, vielleicht fremdartig, erdrückend oder sogar beängstigend. Trotzdem sollte von Anfang an versucht werden, die Dauer der Inhaftierung sinnvoll zu nutzen.

Um Ihnen eventuelle Unsicherheiten zu nehmen und umfassende gebündelte Informationen zu bieten wurde der Sozialatlas vom LKR e.V. entworfen.

Dieser Ratgeber gibt eine Reihe von Informationen:
• Tipps, Hinweise und Hilfen für den Zeitraum der Inhaftierung, aber auch für die Entlassungsvorbereitung und die Zeit nach der Haft
• einen Überblick über Projekte und Einrichtungen, in denen spezifische Hilfen angeboten werden
• Hinweise an welchem Ort oder in welcher Region ein Ansprechpartner für spezifischen Problem zu finden ist Die Mitglieder aller Vereine der freien Straffälligen- und Bewährungshilfe können unterstützen, in ein straffreies Leben zurückzufinden.

Die aktuelle 3. Auflage finden Sie hier :

Sollte Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns oder an die MitarbeiterInnen des LKR e.V..

Kochen im VSB e.V.

Unser Kochkurs ist ein Angebot für jeden, der gerne neue Kontakte knüpfen möchte und gern in Gesellschaft ist.

Dazu laden wir alle 14-Tage zu einem gemeinsamen Kochkurs in den Räumlichkeiten unseres Vereins ein. Das Datum wird auf unserer Internetseite immer aktualisiert.

Dieses Kochen besteht aus neugierigen und interessierten Menschen- wie Ihnen, ehrenamtlichen Mitarbeitern, Haftentlassenen, Inhaftierten und den Mitarbeitern vom VSB e.V.. Wir sind sozusagen ein bunt durchmischtes Team. Und gerade das macht es immer wieder spannend und vielfältig.

Warum bieten wir den Kochkurs an?

Zum einen für den gemeinsamen Kontaktaufbau und dem gegenseitigen Kennenlernen aller Beteiligten. Andererseits wollen wir uns gegenseitig neues Wissen vermitteln. So findet sich immer eine kleine Gruppe für den nächsten Kochkurs zusammen und sucht sich ein Land aus der Welt aus, welches wir zum nächsten Treffen „bereisen“ wollen.
Doch was bedeutet eigentlich dieses „Bereisen“?
Wir wollen zusammen landestypisch kochen und mit Hilfe eines kleinen Wissensquiz Informationen zu diesem Land austauschen. Zum Beispiel die kulturellen oder religiösen Besonderheiten und vieles mehr.
Es ist der Gruppe freigestellt, welche Informationen sie interessant finden und mit den anderen Teilnehmern teilen möchten.

Unser Ziel ist es, viel Abwechslung in den Kochkursen zu schaffen und immer wieder neue interessante und vielleicht auch unbekannte Länder zu bereisen.

Falls wir hiermit Ihr Interesse geweckt haben, melden Sie sich doch gern bei uns! Wir freuen uns auf Sie!

Soforthilfe “Kein Kind alleine lassen”

Wir machen uns große Sorgen um Kinder und Jugendliche, die gerade jetzt Gewalt in der Familie ausgesetzt sind.

Schulen, Sportvereine, Kitas, Jugendclubs haben geschlossen. Wir sind der Meinung, dass in dieser Situation jede und jeder versuchen muss, Kinder in der eigenen Nachbarschaft zu schützen. 

Auf der Website www.kein-kind-alleine-lassen.de finden Kinder und Jugendliche direkten Kontakt zu Beratungsstellen. Auch Erwachsene bekommen Informationen, was sie bei sexueller und anderer familiärer Gewalt in der Corona-Krise tun können.

Der Bereich für Kinder und Jugendliche bietet Direktkontakt per Chat, Mail oder Telefon zu Hilfsangeboten. Kinder finden hier auch Tipps, was sie tun können, wenn sie von Gewalt bedroht sind. Ergänzt wird das Angebot mit den Kontaktdaten wichtiger Kinder- und Jugendberatungsstellen.

Die Seite hat auch einen Bereich für Erwachsene, in dem Interessierte nicht nur Materialien zum Teilen und Verbreiten finden, sondern auch Informationen zum richtigen Verhalten bei einem Verdacht auf sexuelle und andere familiäre Gewalt im Umfeld. Außerdem gibt es ein Verzeichnis wichtiger Anlaufstellen, die auch während der Corona-Krise erreichbar sind.

Auf der Website finden Menschen Flyer, die sie ausdrucken und im Hausflur, im Ladenfenster, im Supermarkt aushängen können. Auf den Flyern stehen die wichtigsten Notrufnummern oder Tipps für Kinder und Jugendliche, was sie tun können, wenn sie in Gefahr sind und wo sie jemanden erreichen, der ihnen hilft. 

Flyer aufhängen ist eine einfache Sache mit großer Wirkung: Kinderschutzexpert*innen aus den Beratungsstellen betonen immer wieder, wie wichtig es für Kinder und Jugendliche ist, zu erfahren:
Du bist nicht allein. Es gibt Hilfe.

Bitte unterstützen Sie uns bei dieser Aktion.

Pressemitteilung zum Start der Soforthilfe:
https://beauftragter-missbrauch.de/presse-service/pressemitteilungen/detail/missbrauchsbeauftragter-startet-soforthilfe

Corona – Wir sitzen alle im gleichen Boot!

Auch wir halten uns an die Richtlinien und versuchen so wenig wie möglich mit anderen Personen in Kontakt zu treten. Deshalb sind wir momentan hauptsächlich im Homeoffice tätig. 

Unsere Hauptaufgabe besteht darin Sie bei verschiedenen Problemlagen zu unterstützen. Normalerweise durch persönliche Gespräche, dies ist leider aktuell nur eingeschränkt möglich. Also was tun? 

Im Projekt TOA wurden alle Gespräche vorerst ausgesetzt und werden fortgesetzt sobald die Lage sich beruhigt hat. Im Projekt ZEBRA finden noch vereinzelt Beratungen statt und das ist auch gut so! Denn es werden ja trotzdem Menschen aus der Haft entlassen oder sind von Haft bedroht. Alles Weitere lässt sich auch im Homeoffice erledigen.

Damit wir mit Ihnen im Austausch bleiben können, werden wir ab sofort auf der Website Blog-Beiträge veröffentlichen. Hier finden Sie zusätzliche Informationen zu Themen rund um unseren Verein. Unter jedem Beitrag haben Sie die Möglichkeit im Kommentarfeld Fragen zu stellen.Weiterhin sind wir wie gewohnt telefonisch und per Email zu erreichen. 

Unser Angebot ist für Sie kostenfrei. Alle wichtigen Kontaktinformationen finden Sie auf der rechten Seite. 

Bleiben Sie gesund! Wenn wir an einem Strang ziehen dann bewältigen wir auch diese Herausforderung!