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Individuelle Konflikte – Individuelle Lösungen

So unterschiedlich die Konflikte sind mit denen Sie zu uns kommen. So unterschiedlich sind auch die Lösungen.

Nach ausführlichen getrennten Erstgesprächen wird ein gemeinsames sogenanntes Schlichtungsgespräch angestrebt. Dabei treffen die Konfliktbeteiligten mit Unterstützung durch uns Mediatoren aufeinander.

Es wird über den Konflikt, seine Folgen und die individuellen Wünsche zur Lösung des Konfliktes gesprochen.

Die Wiedergutmachung schließt nicht nur finanzielle Schäden ein, sondern beinhaltet auch die körperlichen und/oder psychischen Beeinträchtigungen des Geschädigten. Zwischen den Interessen des Geschädigten und den Leistungsmöglichkeiten des Beschuldigten soll ein Kompromiss gefunden werden, mit dem beide Seiten leben können.
Zur Friedensstiftung und Aussöhnung gehört auch, dass Beschuldigter und Geschädigter die Sichtweise der jeweils anderen Seite kennen – und (in gewissem Umfang) verstehen lernen. Symbolischer Ausdruck einer Konfliktregelung kann die Entschuldigung und das Akzeptieren der Entschuldigung sein.

Der TOA bietet hier die Möglichkeit eine vollumfängliche Aufarbeitung zu gewährleisten. Der Rechtsweg trennt zwischen Zivil- und Strafrecht, sodass bei bestimmten Anliegen zwei getrennte Klagen eingereicht werden können. Im TOA werden beide Wege gekoppelt, um eine ganzheitliche Konfliktlösung möglich zu machen.

Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) – Warum eigentlich?

Sicher fragen sich viele, wozu es den Täter-Opfer-Ausgleich eigentlich gibt und was wir damit erreichen möchten. 

Der TOA soll in erster Linie eine Tataufarbeitung anstoßen. Doch warum ist das so wichtig?

Der/Die Geschädigte kann aktiv seine Wünsche und Bedürfnisse einbringen und somit die “Strafe” mitgestalten. Wir nennen das Wiedergutmachungsleistung einfordern. Die Lösung wird nicht von irgendjemandem bestimmt, der einen gar nicht kennt und nicht weiß was hilfreich ist. Sondern von den Beteiligten selbst. Im TOA werden Sie aktiv und können Ihre ganz persönliche Vorstellung von Wiedergutmachung einfordern.

Der/Die Beschuldigte hat die Möglichkeit die Verantwortung für die Tat zu übernehmen. Wie kann man sich solch eine Verantwortungsübernahme vorstellen? Wie das Sprichwort lehrt, kann Geschehens oder Gesagtes nicht rückgängig gemacht werden. Umso wichtiger ist es, sich sein Verhalten oder Handeln bewusst zu machen und zukünftig zu verändern. 

Ziel ist es, gemeinsam eine bestmögliche Lösung für die Wiederherstellung des sozialen und rechtlichen Friedens zu finden. Die Interessen der Konfliktbeteiligten werden in diesem Verfahren maximal einbezogen. Sie regulieren die Tatfolgen selbstbestimmt und eigenverantwortlich. 

Akzeptanz und Toleranz sind an dieser Stelle sehr wichtig. Es sollen weitere Konflikte, Straftaten und soziale Probleme vermieden werden. 

Der TOA ist eine ganzheitliche, kostenlose Möglichkeit aktiv seine Wünsche und Vorstellungen einzubringen.

Was ist das eigentlich – TOA?

Täter-Opfer-Ausgleich, irgendetwas mit einem Täter und einem Opfer?Aber was genau?

Wir sprechen von Beschuldigten und Geschädigten. Aber das erklärt auch noch nicht was das überhaupt ist.

Es ist ein Angebot an Sie Konflikte außergerichtlich, mit eigener Kraft und Unterstützung von uns zu lösen.

Es soll der durch einen Konflikt gestörte soziale Frieden zwischen Beschuldigten und Geschädigten wiederhergestellt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bearbeitung des Konflikts und die Wiedergutmachung des entstandenen Schadens. 

Zwischen den Interessen des Geschädigten und den Leistungsmöglichkeiten des Täters soll ein Kompromiss gefunden werden, mit dem beide Seiten leben können.
Zur Friedensstiftung und Aussöhnung gehört auch, dass Beschuldigter und Geschädigter die Sichtweise der jeweils anderen Seite kennen – und (in gewissem Umfang) verstehen lernen. 
Die Form der Wiedergutmachung gestalten die Beteiligten dabei selbst.
Zuerst führen wir separate Einzelgespräche mit den Beteiligten. Da wir ja nicht bei dem Konflikt dabei waren, müssen wir uns erst einmal ein Bild über die Geschehnisse machen. Dazu ist es wichtig alle Seiten kennen zu lernen. 
Erst dann wird ein gemeinsames Gespräch zwischen allen Konfliktbeteiligten angestrebt. Dort unterstützen wir Sie dabei (als sogenannte Mediatoren) eine gemeinsame Lösung zu finden.

Es ist wichtig offen über Wünsche und Erlebtes zu sprechen, nur so kann eine Lösung des Konfliktes erzielt werden.

Soforthilfe “Kein Kind alleine lassen”

Wir machen uns große Sorgen um Kinder und Jugendliche, die gerade jetzt Gewalt in der Familie ausgesetzt sind.

Schulen, Sportvereine, Kitas, Jugendclubs haben geschlossen. Wir sind der Meinung, dass in dieser Situation jede und jeder versuchen muss, Kinder in der eigenen Nachbarschaft zu schützen. 

Auf der Website www.kein-kind-alleine-lassen.de finden Kinder und Jugendliche direkten Kontakt zu Beratungsstellen. Auch Erwachsene bekommen Informationen, was sie bei sexueller und anderer familiärer Gewalt in der Corona-Krise tun können.

Der Bereich für Kinder und Jugendliche bietet Direktkontakt per Chat, Mail oder Telefon zu Hilfsangeboten. Kinder finden hier auch Tipps, was sie tun können, wenn sie von Gewalt bedroht sind. Ergänzt wird das Angebot mit den Kontaktdaten wichtiger Kinder- und Jugendberatungsstellen.

Die Seite hat auch einen Bereich für Erwachsene, in dem Interessierte nicht nur Materialien zum Teilen und Verbreiten finden, sondern auch Informationen zum richtigen Verhalten bei einem Verdacht auf sexuelle und andere familiäre Gewalt im Umfeld. Außerdem gibt es ein Verzeichnis wichtiger Anlaufstellen, die auch während der Corona-Krise erreichbar sind.

Auf der Website finden Menschen Flyer, die sie ausdrucken und im Hausflur, im Ladenfenster, im Supermarkt aushängen können. Auf den Flyern stehen die wichtigsten Notrufnummern oder Tipps für Kinder und Jugendliche, was sie tun können, wenn sie in Gefahr sind und wo sie jemanden erreichen, der ihnen hilft. 

Flyer aufhängen ist eine einfache Sache mit großer Wirkung: Kinderschutzexpert*innen aus den Beratungsstellen betonen immer wieder, wie wichtig es für Kinder und Jugendliche ist, zu erfahren:
Du bist nicht allein. Es gibt Hilfe.

Bitte unterstützen Sie uns bei dieser Aktion.

Pressemitteilung zum Start der Soforthilfe:
https://beauftragter-missbrauch.de/presse-service/pressemitteilungen/detail/missbrauchsbeauftragter-startet-soforthilfe

Welche Wege führen zum Täter-Opfer-Ausgleich (TOA)?

Konflikte gehören zum Leben dazu. Es gibt kleine und große Konflikte. Manche davon lassen sich selbstständig lösen. Bei anderen kann Unterstützung von Außen helfen.

Es kann passieren, dass eine Anzeige bei der Polizei als letzter Ausweg gesehen wird. Nachdem die Polizei alle wichtigen Informationen gesammelt hat, wird die Akte zur Staatsanwaltschaft gesendet.

Hier kommen wir ins Spiel!

Der Staats- bzw. Amtsanwalt kann auf Grundlage von verschiedenen Gesetzen uns als Fachstelle beauftragen.
Unser Ziel ist es den Konflikt gemeinsam mit Ihnen zu lösen. Die Lösungen sind dabei so unterschiedlich wie die Konflikte selbst.

Sie können sich mit Ihrem Anliegen auch direkt an uns wenden. Es ist nicht immer notwendig eine Anzeige erstattet zu haben. Unsere Unterstützung ist für Sie komplett kostenlos. Uns ist es wichtig, dass die Beteiligten keinen Druck oder Zwangskontext verspüren.

Dabei spielt es keine Rolle, um welchen Konflikt es geht. Konflikte die bei uns thematisiert werden sind z.B.: Diebstahl, Betrug, Körperverletzung, Nachbarschaftsstreitigkeiten, inner-familiäre Konflikte,etc. . 

Zögern Sie nicht, melden Sie sich bei uns!

In unserem Blog bekommen Sie alle weiteren Infos rund um das Thema TOA.

Corona – Wir sitzen alle im gleichen Boot!

Auch wir halten uns an die Richtlinien und versuchen so wenig wie möglich mit anderen Personen in Kontakt zu treten. Deshalb sind wir momentan hauptsächlich im Homeoffice tätig. 

Unsere Hauptaufgabe besteht darin Sie bei verschiedenen Problemlagen zu unterstützen. Normalerweise durch persönliche Gespräche, dies ist leider aktuell nur eingeschränkt möglich. Also was tun? 

Im Projekt TOA wurden alle Gespräche vorerst ausgesetzt und werden fortgesetzt sobald die Lage sich beruhigt hat. Im Projekt ZEBRA finden noch vereinzelt Beratungen statt und das ist auch gut so! Denn es werden ja trotzdem Menschen aus der Haft entlassen oder sind von Haft bedroht. Alles Weitere lässt sich auch im Homeoffice erledigen.

Damit wir mit Ihnen im Austausch bleiben können, werden wir ab sofort auf der Website Blog-Beiträge veröffentlichen. Hier finden Sie zusätzliche Informationen zu Themen rund um unseren Verein. Unter jedem Beitrag haben Sie die Möglichkeit im Kommentarfeld Fragen zu stellen.Weiterhin sind wir wie gewohnt telefonisch und per Email zu erreichen. 

Unser Angebot ist für Sie kostenfrei. Alle wichtigen Kontaktinformationen finden Sie auf der rechten Seite. 

Bleiben Sie gesund! Wenn wir an einem Strang ziehen dann bewältigen wir auch diese Herausforderung!

Neue Website

Willkommen bei dem VSB e.V. Magdeburg!
Wir haben soeben unsere neue Website veröffentlicht. Ab sofort finden Sie hier alle wichtigen Informationen zu unserem Verein. Sollten Sie Fragen dazu haben kontaktieren Sie uns einfach.
Beiträge über unsere Arbeit werden hier transparent für Sie dargestellt, sodass Sie sich ein besseres Bild darüber machen können wie wir arbeiten.

Wir freuen uns auf viele gute Gespräche und eine gute Zusammenarbeit.