Wie unterstützt ZEBRA Sie?

Sind Sie von Haft bedroht oder werden bald aus der Haft entlassen? Oder sind Sie schon aus der Haft entlassen worden, wissen aber nicht wie Sie am besten vorgehen sollen?

Zu all diesen Situationen bietet das Projekt ZEBRA Unterstützungsmöglichkeiten an. Auch für Angehörige!

Wir holen Sie dort ab, wo sie gerade stehen. 

Wir unterstützen Sie z.B. bei den behördlichen Wegen, den ganzen Anträgen, Krankenversicherung, Kontoeröffnung,  Finden von Wohnraum & Arbeit, Schulden-Aufarbeitung sowie jeglichen anderen Themen die Sie beschäftigen.
Ihre Anliegen bearbeiten wir ganz individuell.

Welche Voraussetzungen gibt es bei uns?
Eigentlich keine … 
Die Beratung ist kostenfrei und jederzeit möglich und so lange Sie unsere Unterstützung benötigen. Arbeitsgrundlage ist hierbei ein offener und ehrlicher Umgang miteinander, da wir Sie so noch besser unterstützen können. 

Haben Sie Fragen? Dann melden Sie sich einfach bei uns.

Sommerzeit ist Urlaubszeit!

Da auch unsere MitarbeiterInnen in den Urlaub fahren und sich quasi die Klinke der Bürotür in die Hand geben, werden bis zum Herbst keine neuen Beiträge erscheinen.

Wir hoffen, dass Sie trotz der widrigen Umstände einen schönen Sommer haben und die ein oder andere freie Zeit genießen können.

Bis dahin, bleiben Sie Gesund!

Was ist Resozialisierung?!

Der Begriff stellt ein Ziel des Strafvollzugs dar und meint die Wiedereingliederung des Menschen in die Gesellschaft.

Wir in der Straffälligenhilfe gehen davon aus, dass jeder der eine Straftat begangen hat & dafür gerade stehen musste (sei es im Gefängnis oder über andere Sanktionen) seine “Strafe” verbüßt hat und neu anfängt.

Ziel der Resozialisierung ist ein selbstbestimmtes Leben im demokratischen und friedlichen Miteinander.

Für eine erfolgreiche Resozialisierung braucht es die Akzeptanz der Gesellschaft. Was bedeutet diese Akzeptanz?

Ehemals Straffälligen überhaupt eine Chance zu geben sich neu zu beweisen. Dazu wird der Zugang zu Wohnraum, Hilfestellungen & Arbeit benötigt, um wieder vollständiges Mitglied der Bevölkerung werden zu können. Leider stellt sich dies als oft schwierig dar, weil es viele Vorurteile und mangelnde Aufklärung hierzu gibt.

Wie soll Resozialisierung gelingen wenn der Zugang zu lebensnotwendigen Gütern wie Wohnraum fehlt?
Um dies zu erleichtern gibt es die Vereine der Freien Straffälligenhilfe mit dem Projekt ZEBRA. Eine genaue Darstellung wobei wir unterstützen finden Sie auf der Projektseite .

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren!

Mediation – einfach erklärt

Die Frage ist: Was hat Mediation mit dem TOA zu tun?

Der Täter-Opfer-Ausgleich hat seinen Ursprung in der Mediation und wird auch als Mediation in Strafsachen bezeichnet.
Dabei stellt der TOA das konkrete Verfahren dar.
Die Mediation die Methode mit der dieses Verfahren durchgeführt wird.

Die reine Mediation wird durch die Initiative der am Konflikt beteiligten Personen angeregt.
Der TOA wird in den meisten Fällen durch Staatsanwaltschaft bzw. dem Gericht angeregt. Kann jedoch auch durch die Konfliktbeteiligten selbst angeregt werden.

Im TOA finden außerdem grundsätzlich getrennte Erstgespräche statt. Dies wird in einem reinen Mediationsverfahren nicht immer durchgeführt.

Ein TOA findet unter den Grundregeln der Mediation statt:
– Freiwilligkeit
– Selbstständige Konfliktlösung (Eigenverantwortung)
– gemeinschaftliche Regelung
– nicht öffentlich
– vertraulich
– Unterstützung durch unparteiische Dritte

Eine Mediation wird in der Regel von Beratern/ Coaches bzw. zertifizierten Mediatoren durchgeführt. Dies ist oftmals nicht kostenfrei sondern wird den Konfliktbeteiligten in Rechnung gestellt.

Ein TOA dagegen ist jederzeit für Sie kostenfrei! Sollten Sie Fragen haben oder eine kostenfreie Beratung wünschen so kontaktieren Sie uns gerne!

Informationsportal “Recht relaxed”

Ganz einfach. Recht Relaxed ist die junge Seite vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
Hier können Sie sich in leicht verständlicher und jugendgerechter Sprache über die eigenen Rechte informieren und Rat in schwierigen Situationen erhalten.

Und das ist viel spannender, als es vielleicht klingt. Denn hier geht es nicht um Paragrafen und trockene Gesetzestexte. Hier erfahren Sie wirklich, was Sie dürfen und was andere dürfen, wo Grenzen sind. Und vor allem was Sie tun können, um nicht nur Recht zu haben, sondern auch Recht zu bekommen.

Auch über den Strafprozess und über den Täter-Opfer-Ausgleich gibt es hier einige Informationen.

Endlich wieder Kochkurs!

Wir berichten hier nachträglich von unserem Grill-Kochkurs am 24.06.2020.

Aufgrund der aktuellen Lage und den einzuhaltenden Mindestabständen haben wir unseren Kochkurs nach draußen verlegt. 

Wir waren eine bunt gemischte Truppe von MitarbeiterInnen, , ehemalige PraktikantInnen, Ehrenamtlichen, Haftbedrohten, Haftentlassenen, Angehörigen und langjährigen KlientInnen.

Die Aufgabenverteilung verlief unkompliziert da jeder mit anpackte wo er/sie konnte.
Während zwei Mitarbeiterinnen einkaufen waren, bereiteten die anderen den Grillplatz vor, stellten Bierbänke und Tische auf und deckten die Tische.

Und dann ging es auch schon los. 

Unser Grillmeister sorgte für unser leibliches Wohl, während wir entspannt zusammen saßen und uns über alles mögliche austauschen konnten.
Da wir uns lange nicht gesehen hatten war dieses Zusammentreffen besonders wertvoll und wir hatten alle viel zu erzählen.

Am Ende des wirklich schönen Nachmittages räumten wir noch zusammen auf getreu dem Motto: “Viele Hände – schnelles Ende”.

Es war ein sehr gelungenes Wiederaufleben lassen des Kochkurses und hoffen dies bald wieder machen zu können.

Erfahrungsbericht einer Ehrenamtlichen

Mein Name ist Gabriele Möller und ich bin eine ehrenamtliche Mitarbeiterin im VSB Magdeburg.
Im Juni 2006 ging ich mit meinem Mann in der Leipziger Straße spazieren. Ich habe das Firmenschild vom VSB gelesen und konnte mir darunter nichts vorstellen. So habe ich geklingelt und habe mich erkundigt, was das für ein Büro ist. 

Ja und seitdem bin ich mit Unterbrechung von 2 Jahren im VSB tätig.

Meine Arbeit im VSB beinhaltet unter anderem Briefkontakte mit Inhaftierten und persönliche Besuche in der JVA Burg. Da dauerte die Begleitung eines Häftlings auch einmal 9 Jahre.  Durch meine Familie hatte ich natürlich eine große Unterstützung. Ohne diese hätte ich das alles nicht schaffen können. Ich helfe auch bei der Umsetzung des Kochkurses. Hier geht es um das Zusammensein. Die Planung, der Einkauf und das Kochen selbst wird hierbei begleitet und gemeinsam durchgeführt. So konnten die Haftentlassenen, Inhaftierten im offenen Vollzug und wir Ehrenamtlichen uns gut verknüpfen und Hilfsangebote schaffen. 

Die freie Straffälligenhilfe bietet Menschen, die strafrechtlichen Eingriffen und deren Folgen unterliegen, Unterstützung an. Es handelt sich hier um Menschen in besonderen Lebenslagen mit sozialen Schwierigkeiten, zu deren Überwindung sie aus eigener Kraft nicht fähig sind. Zudem gehören Angehörige der oben genannten Personenkreise ebenfalls zu dem Aufgaben- und Wirkungskreis.

Ziel ist es, das Selbsthilfepotential straffällig gewordener Menschen auf Dauer so zu stärken, sodass sich soziale und individuelle Faktoren verändern, die die Straffälligkeit begünstigen könnten. 
Außerdem ist der Aufbau individueller Hilfe- und Kooperationsnetzwerke ebenso in der Zielformulierung involviert. 

Ratgeber für Straffälligenhilfe

Mit einer Inhaftierung beginnt ein schwieriger Abschnitt für alle Betroffenen, die alle vor einer ungewohnten und neuartigen Situation stehen und sich zurecht finden müssen.
Vieles wirkt undurchschaubar, vielleicht fremdartig, erdrückend oder sogar beängstigend. Trotzdem sollte von Anfang an versucht werden, die Dauer der Inhaftierung sinnvoll zu nutzen.

Um Ihnen eventuelle Unsicherheiten zu nehmen und umfassende gebündelte Informationen zu bieten wurde der Sozialatlas vom LKR e.V. entworfen.

Dieser Ratgeber gibt eine Reihe von Informationen:
• Tipps, Hinweise und Hilfen für den Zeitraum der Inhaftierung, aber auch für die Entlassungsvorbereitung und die Zeit nach der Haft
• einen Überblick über Projekte und Einrichtungen, in denen spezifische Hilfen angeboten werden
• Hinweise an welchem Ort oder in welcher Region ein Ansprechpartner für spezifischen Problem zu finden ist Die Mitglieder aller Vereine der freien Straffälligen- und Bewährungshilfe können unterstützen, in ein straffreies Leben zurückzufinden.

Die aktuelle 3. Auflage finden Sie hier :

Sollte Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns oder an die MitarbeiterInnen des LKR e.V..

Kochen im VSB e.V.

Unser Kochkurs ist ein Angebot für jeden, der gerne neue Kontakte knüpfen möchte und gern in Gesellschaft ist.

Dazu laden wir alle 14-Tage zu einem gemeinsamen Kochkurs in den Räumlichkeiten unseres Vereins ein. Das Datum wird auf unserer Internetseite immer aktualisiert.

Dieses Kochen besteht aus neugierigen und interessierten Menschen- wie Ihnen, ehrenamtlichen Mitarbeitern, Haftentlassenen, Inhaftierten und den Mitarbeitern vom VSB e.V.. Wir sind sozusagen ein bunt durchmischtes Team. Und gerade das macht es immer wieder spannend und vielfältig.

Warum bieten wir den Kochkurs an?

Zum einen für den gemeinsamen Kontaktaufbau und dem gegenseitigen Kennenlernen aller Beteiligten. Andererseits wollen wir uns gegenseitig neues Wissen vermitteln. So findet sich immer eine kleine Gruppe für den nächsten Kochkurs zusammen und sucht sich ein Land aus der Welt aus, welches wir zum nächsten Treffen „bereisen“ wollen.
Doch was bedeutet eigentlich dieses „Bereisen“?
Wir wollen zusammen landestypisch kochen und mit Hilfe eines kleinen Wissensquiz Informationen zu diesem Land austauschen. Zum Beispiel die kulturellen oder religiösen Besonderheiten und vieles mehr.
Es ist der Gruppe freigestellt, welche Informationen sie interessant finden und mit den anderen Teilnehmern teilen möchten.

Unser Ziel ist es, viel Abwechslung in den Kochkursen zu schaffen und immer wieder neue interessante und vielleicht auch unbekannte Länder zu bereisen.

Falls wir hiermit Ihr Interesse geweckt haben, melden Sie sich doch gern bei uns! Wir freuen uns auf Sie!

Anzeige – Für TOA notwendig?

Benötigt der Täter-Opfer-Ausgleich eigentlich eine Anzeige? Oder geht es auch ohne?

Der TOA stellt ein außergerichtliches Angebot der Konfliktlösung dar. Doch was bedeutet außergerichtlich? Wir unterstützen Sie einfach in einem anderen Setting als im Gericht. So zum Beispiel in unserem Verein. Das hat den Vorteil, ein Gefühl von Gelassenheit und Freiheit zu schaffen. Das ist uns auch sehr wichtig. 

Denn wer an einem Täter-Opfer-Ausgleich teilnehmen möchte, muss vorab nicht zwangsläufig eine Anzeige bei der Polizei aufgegeben haben. Aus Erfahrung wissen wir, dass dieser Weg (der Anzeigeerstattung bis hin zum TOA) manchmal länger dauert.
Wir wollen Sie aufklären, dass man auch ohne Anzeige einen Termin bei uns vereinbaren kann. Diese Möglichkeit soll es Ihnen einfacher gestalten eine zeitnahe Lösung zu finden.
So ist es also für den Geschädigten möglich, eine schnelle Wiedergutmachung des entstandenen Schadens zu erwirken. Der Beschuldigte kann ebenfalls schneller die Verantwortung für die Tat übernehmen und eine Ausgleichsleistung erbringen.

Jeder sollte gewillt sein, ein Fehlverhalten oder eine Fehlhaltung schnell bereinigen zu wollen.

Dabei wollen wir Sie unterstützen. Ihr Wohl liegt uns am Herzen!