Erfahrungsbericht einer Ehrenamtlichen

Mein Name ist Gabriele Möller und ich bin eine ehrenamtliche Mitarbeiterin im VSB Magdeburg.
Im Juni 2006 ging ich mit meinem Mann in der Leipziger Straße spazieren. Ich habe das Firmenschild vom VSB gelesen und konnte mir darunter nichts vorstellen. So habe ich geklingelt und habe mich erkundigt, was das für ein Büro ist. 

Ja und seitdem bin ich mit Unterbrechung von 2 Jahren im VSB tätig.

Meine Arbeit im VSB beinhaltet unter anderem Briefkontakte mit Inhaftierten und persönliche Besuche in der JVA Burg. Da dauerte die Begleitung eines Häftlings auch einmal 9 Jahre.  Durch meine Familie hatte ich natürlich eine große Unterstützung. Ohne diese hätte ich das alles nicht schaffen können. Ich helfe auch bei der Umsetzung des Kochkurses. Hier geht es um das Zusammensein. Die Planung, der Einkauf und das Kochen selbst wird hierbei begleitet und gemeinsam durchgeführt. So konnten die Haftentlassenen, Inhaftierten im offenen Vollzug und wir Ehrenamtlichen uns gut verknüpfen und Hilfsangebote schaffen. 

Die freie Straffälligenhilfe bietet Menschen, die strafrechtlichen Eingriffen und deren Folgen unterliegen, Unterstützung an. Es handelt sich hier um Menschen in besonderen Lebenslagen mit sozialen Schwierigkeiten, zu deren Überwindung sie aus eigener Kraft nicht fähig sind. Zudem gehören Angehörige der oben genannten Personenkreise ebenfalls zu dem Aufgaben- und Wirkungskreis.

Ziel ist es, das Selbsthilfepotential straffällig gewordener Menschen auf Dauer so zu stärken, sodass sich soziale und individuelle Faktoren verändern, die die Straffälligkeit begünstigen könnten. 
Außerdem ist der Aufbau individueller Hilfe- und Kooperationsnetzwerke ebenso in der Zielformulierung involviert.